Hallo, ich bin Hoda.

Zernio ist vor allem für die zentrale Verwaltung von Beiträgen auf verschiedenen sozialen Netzwerken bekannt. Inzwischen unterstützt die Plattform auch die Integration mit Shopify-Shops.

Diese neue Integration ist allerdings nicht für die Veröffentlichung von Social-Media-Inhalten vorgesehen. Stattdessen können über die Zernio API Beiträge im integrierten Blogsystem von Shopify erstellt, aktualisiert, gelöscht und zeitgesteuert veröffentlicht werden. Dazu gehören beispielsweise Neuigkeiten, Ankündigungen und andere Inhalte des Onlineshops.

Integration von Zernio und Shopify

So funktioniert die Shopify-Integration: eine Connect-only-Plattform

Zunächst ist wichtig zu verstehen, dass Shopify anders funktioniert als die übrigen Social-Media-Integrationen von Zernio.

Shopify wird als Connect-only-Plattform eingestuft. Das bedeutet, dass Shopify weder in die plattformübergreifende Veröffentlichung von Social-Media-Beiträgen noch in die Analyseberichte von Zernio einbezogen wird.

Die Integration stellt ausschließlich eine API zur Verwaltung der Blogs und Blogbeiträge im Bereich „Onlineshop“ von Shopify bereit.

Was möglich ist und was nicht

FunktionDetails
Verwaltbare InhalteShopify-Blogs und Blogbeiträge
AuthentifizierungOAuth 2.0 mit der Shop-Domain oder Admin-API-Token einer benutzerdefinierten App
Erforderliche Berechtigungenread_content und write_content
Veröffentlichung auf Social MediaNicht unterstützt
Analysen und BerichteNicht unterstützt
BilderNur über eine URL nutzbar; direkter Upload wird nicht unterstützt
Zeitgesteuerte VeröffentlichungÜber die native Shopify-Funktion publishDate möglich; Zernio verwendet keine eigene Warteschlange
EntwürfeÜber isPublished: false möglich
BeitragsinhaltHTML über bodyHtml
SEO-FelderÜber seo.title und seo.description verfügbar
SeitennavigationCursorbasierte Paginierung mit 1 bis 50 Ergebnissen pro Anfrage; Standardwert ist 20

Wer Shopify mit der Erwartung verbindet, Social-Media-Beiträge zu veröffentlichen oder Analysedaten abzurufen, dürfte von der Integration enttäuscht sein. Treffender ist es, sie als spezielle Schnittstelle zur Verwaltung von Shopify-Blogs zu betrachten.

Shopify-Shop mit Zernio verbinden

Für die Verbindung stehen zwei Methoden zur Verfügung.

Methode 1: OAuth-Integration (empfohlen)

Beim Aufruf des Shopify-Verbindungsendpunkts von Zernio wird eine Authentifizierungs-URL mit der Bezeichnung authUrl zurückgegeben. Der Benutzer wird nicht automatisch weitergeleitet.

Der Shopbetreiber muss diese URL öffnen und die Installation genehmigen. Anschließend verarbeitet Shopify den Callback und verbindet den Shop mit Zernio.

Eine wichtige Voraussetzung ist, dass die myshopify.com-Domain des Shops im Voraus bekannt sein muss.

Shopify bietet während dieses Authentifizierungsvorgangs weder eine Shop-Auswahl noch eine Möglichkeit, anhand einer E-Mail-Adresse nach einem Shop zu suchen. Ohne die Domain kann Zernio keine korrekte Authentifizierungs-URL erstellen.

Daher muss die myshopify.com-Domain vor Beginn der Verbindung beim Shopbetreiber erfragt werden.

Dieser Schritt entfällt, wenn die App über den Shopify App Store installiert wird. In diesem Fall übermittelt Shopify die Shop-Domain automatisch an Zernio.

Methode 2: Admin-API-Token einer benutzerdefinierten App

Wenn der browserbasierte OAuth-Prozess vermieden werden soll, kann der Shopbetreiber im Shopify-Adminbereich eine benutzerdefinierte App erstellen:

Einstellungen → Apps und Vertriebskanäle → Apps entwickeln

Der App müssen die Berechtigungen read_content und write_content zugewiesen werden. Anschließend kann ein Admin-API-Zugriffstoken erstellt und an Zernio übermittelt werden.

Auch bei dieser Methode muss die Shopify-Domain separat angegeben werden, da das Token selbst keine Informationen darüber enthält, zu welchem Shop es gehört.

Shopify-Blogs und Blogbeiträge verwalten

Nach der Verbindung kann zunächst eine Liste der vorhandenen Blogs abgerufen werden. Shopify-Shops enthalten standardmäßig üblicherweise einen Blog mit dem Namen „News“.

Sobald die Blog-ID bekannt ist, können die üblichen CRUD-Operationen für die enthaltenen Beiträge ausgeführt werden:

  • Blogbeiträge auflisten
  • Einen Blogbeitrag erstellen
  • Einen bestimmten Blogbeitrag abrufen
  • Einen Blogbeitrag aktualisieren
  • Einen Blogbeitrag löschen

Zernio unterstützt außerdem das Erstellen, Aktualisieren und Löschen der Blogs selbst.

Beim Erstellen eines neuen Beitrags lassen sich Titel, HTML-Inhalt, Tags, Autorenname, Textauszug und Veröffentlichungsstatus festlegen.

  • isPublished: true → Sofort veröffentlichen
  • isPublished: false → Als Entwurf speichern
  • Zukünftigen Zeitpunkt über publishDate festlegen → Shopify veröffentlicht den Beitrag automatisch zum angegebenen Zeitpunkt

Geplante Beiträge verwenden die native Veröffentlichungsfunktion von Shopify. Es ist daher nicht erforderlich, auf die Verarbeitung einer separaten Zernio-Warteschlange zu warten.

Die Werte aus seo.title und seo.description werden direkt in die Shopify-Felder title_tag und description_tag übernommen. Diese werden von Shopify-Themes üblicherweise als Seitentitel und Meta-Description verwendet.

Wichtige Besonderheiten

  • Die URL ändert sich nicht automatisch mit dem Titel: Der Handle des Beitrags wird bei der erstmaligen Erstellung erzeugt. Wird der Titel später geändert, bleibt die URL unverändert. Das ist praktisch, wenn die Adresse eines bereits veröffentlichten Beitrags erhalten bleiben soll. Es kann jedoch auch dazu führen, dass Titel und URL nicht mehr zusammenpassen. Wenn du die URL genau festlegen möchtest, solltest du den Wert für handle ausdrücklich angeben.

  • Tags werden alphabetisch sortiert zurückgegeben: Shopify sortiert die Tags vor der Rückgabe. Ihre Reihenfolge kann daher von der ursprünglichen Eingabereihenfolge abweichen.

  • Gelöschte Inhalte können nicht wiederhergestellt werden: Beim Löschen eines Beitrags gibt die API den Statuscode 204 zurück. Spätere Abrufe dieses Beitrags führen zu einem 404-Fehler. Wird ein kompletter Blog gelöscht, werden auch alle darin enthaltenen Beiträge entfernt. Zernio erstellt keine Sicherungskopie zur Wiederherstellung.

  • Die blogId muss numerisch sein: Wird ein nicht numerischer Wert angegeben, lehnt Zernio die Anfrage bereits vor der Kommunikation mit Shopify mit einem 400-Fehler ab.

Was die Shopify-Integration nicht unterstützt

Die Shopify-Integration ist auf die Verwaltung von Blogs beschränkt.

Folgende Funktionen werden nicht unterstützt:

  • Gleichzeitige Veröffentlichung auf mehreren sozialen Netzwerken
  • Statistiken, Analysen oder Insights
  • Posteingangs- oder Nachrichtenfunktionen
  • Direkter Upload von Bildern
  • Zugriff auf Produktdaten
  • Zugriff auf Bestelldaten
  • Zugriff auf Kundendaten

Die Integration fordert ausschließlich die inhaltsbezogenen Berechtigungen read_content und write_content an. Ein Zugriff auf Zahlungs- oder Kundendaten ist nicht erforderlich.

Vorteile 4
  • Shopify-Blogbeiträge lassen sich innerhalb desselben API-Systems verwalten, das Zernio auch für andere Veröffentlichungsplattformen verwendet

  • Die native zeitgesteuerte Veröffentlichung von Shopify ermöglicht eine zuverlässigere Kontrolle über den Veröffentlichungszeitpunkt

  • SEO-Titel und Meta-Descriptions können per API festgelegt werden

  • Der Zugriff ist auf inhaltsbezogene Berechtigungen beschränkt und umfasst weder Zahlungs- noch Kundendaten

Nachteile 4
  • Shopify ist eine Connect-only-Integration und nicht in die Social-Media-Veröffentlichung oder die Analyseberichte von Zernio eingebunden

  • Bilder können nur über eine URL eingebunden und nicht direkt über Zernio hochgeladen werden

  • Gelöschte Blogs und Beiträge können nicht wiederhergestellt werden, weshalb bei automatisierten Löschvorgängen besondere Vorsicht erforderlich ist

  • Für die OAuth-Verbindung muss die `myshopify.com`-Domain des Shops im Voraus bekannt sein, sofern die App nicht über den Shopify App Store installiert wird

Fazit

Mit diesem Update erweitert Zernio seinen Funktionsumfang über die Verwaltung sozialer Netzwerke hinaus. Shopify-Blogs können nun innerhalb desselben API-Systems verwaltet werden.

Die Funktion richtet sich zwar an einen relativ speziellen Anwendungsbereich, kann aber für Entwickler und Agenturen interessant sein, die Inhalte für mehrere Shops und Veröffentlichungskanäle automatisieren möchten.